Möglichst frühes Erkennen der Sepsis kann Leben retten. Unter diesem Leitgedanken kamen am 14. September 2026 Pflegefachpersonen, Fachverbände und Expertinnen und Experten aus der Praxis im Klinikum Leverkusen zusammen.
Mit mindestens 230.000 Erkrankungen und mindestens 85.000 Verstorbenen pro Jahr in Deutschland gehört Sepsis zu den häufigsten Todesursachen.¹ Eine möglichst frühe Erkennung der Sepsis ist dabei ein wesentlicher Garant für das Überleben. Gerade Pflegende sind oft die Ersten, die Veränderungen bei Patientinnen und Patienten erkennen. Genau hier setzte die Veranstaltung „Pflege erkennt Sepsis“ an, die die Caritas-Akademie Köln-Hohenlind gemeinsam mit dem Klinikum Leverkusen gestaltet und ausgerichtet hat.
Rund 70 Teilnehmende füllten den Hörsaal im Hauptgebäude des Klinikums: Auszubildende, Teilnehmende der Fachweiterbildungen sowie Pflegefachpersonen aus der Notfallpflege, der Intensivpflege und Anästhesie sowie von Allgemeinstationen. Nach der Begrüßung durch Matthias Klimkait (Pflegedirektor Klinikum Leverkusen), Klaus Wittek (Geschäftsführer der Caritas-Akademie) und Oliver Klee (Leitung Weiterbildung Intensivpflege und Anästhesie) erwartete die Teilnehmenden ein Programm mit fünf Fachvorträgen, nah an der Praxis:
Sepsis – ein Fallbeispiel (Oliver Klee, Caritas-Akademie Köln-Hohenlind)
Sepsis im Klinikalltag – wo stehen wir in Deutschland? (PD Dr. Sebastian Braun, Klinikum Leverkusen)
Vorstellung des OMW Sepsis mit Bezug auf ZNA und ICU (Oktay Bahar und Sarah Gehrmann, Klinikum Leverkusen)
NEWS-2 Score – Bezug zur täglichen Arbeit auf Station (Verena Käppler, Klinikum Leverkusen)
Sherlock Holmes in der Notaufnahme – Wo kommt die Sepsis eigentlich her? (Philip Sauermann, Uniklinik Bonn / AG Notfallpflege DGINA)
Unterstützt wurde der Tag von der Pflegekammer NRW und den Fachverbänden DGF und DGIIN. In der Mittagspause standen ihre Vertreterinnen und Vertreter an den Infoständen für Fragen und Gespräche bereit. Beim abschließenden Get-together wurde weiter diskutiert und vernetzt.
Ein herzlicher Dank geht an alle Referentinnen und Referenten, an die Pflegekammer NRW und die Fachverbände für ihre Unterstützung, an die DIVI (Sektion Pflegeforschung und Pflegequalität), die DGINA (Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin e. V.) sowie die Sepsis Akademie & SepsisDialog der Universität Greifswald für die fachliche Beratung, und natürlich an das Klinikum Leverkusen für die Gastfreundschaft.
