Apr 232018
 

Ab 2020 sollen alle Auszubildenden der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege als eine Alternative eine gemeinsame, generalistische Ausbildung für alle Pflegebereiche erhalten. In einem möglichen dritten Ausbildungsjahr können als andere Alternative aber auch Schwerpunkte gesetzt werden, z. B. in der Pflege von Kindern und Jugendlichen oder alten Menschen. Statt eines generalistischen, alle Pflegebereiche umfassenden, Berufsabschlusses ist somit auch ein gesonderter Abschluss in der Kinderkrankenpflege, Krankenpflege oder Altenpflege möglich.

Herr Erwin Rüddel, Vorsitzender des Bundestagsgesundheitsausschusses, war am 11.04.18 zu Besuch in der Caritas-Akademie Köln-Hohenlind, um inhaltlich und zeitlich die Reform der Pflegeausbildung zu erläutern und zu begründen. Dabei stellte er sich erkannten Fragen und Problemen von MitarbeiterInnen der Caritas-Akademie, von StudentInnen des Masterstudienganges Schulleitungsmanagement im Gesundheitswesen sowie von LeiterInnen der Ausbildungsstätten im Gesundheitswesen.

Unter anderem folgende Punkte wurden Herrn Erwin Rüddel als „Hausaufgabe“ mit auf den Weg gegeben mit der Zielsetzung, sie im weiteren Verfahren von Seiten des Gesetzgebers zu berücksichtigen:

  1.  Vor in-Kraft-treten der Ausbildungsreform muss die Finanzierung geregelt sein. Mehr Aufgaben der Ausbildungsstätten benötigen mehr Personal und Geld.
  2.  Die Kompetenzen der Ausbildungsstätten müssen neu definiert werden (Eigenständigkeit? – Kooperationen?);  Zuständigkeit und Verantwortung für die praktischen Teile der Ausbildung sind mit entsprechenden Rechten zu verbinden.
  3.  Der Zeitplan – Start in 2020 – ist nicht zu schaffen, wenn aktuell noch Ausbildungs- und Prüfungsordnung beim Gesetzgeber diskutiert werden.

 

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